Martin-Luther-Kirche |
Die Martin-Luther-Kirche
befindet sich in der Schillerstraße 19 im Norden Hamelns. Die Kirche
erreicht man mit der Buslinie 5.
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Gemeindezentrum Brucknerstraße |
Gemeindezentrum Hohes Feld |
Geschichte der
Martin-Luther-Gemeinde
Verursacht durch den Zustrom
von Vertriebenen und Flüchtlingen und die Bautätigkeit war die
Zahl der Gemeindeglieder im Pfarrbezirk Nord der Marktkirchengemeinde auf
über 10.000 angewachsen. Das machte 1955 eine Teilung notwendig.
Schon ab dem 13. Oktober
1957 wurden in der Turnhalle der Pestalozzischule Gottesdienste des Nordbezirks
gefeiert.
Als Pastor Gürtler im
Juli 1958 nach Lübeck versetzt wurde, war die Arbeit im Nordbezirk
so gefestigt, dass die Kreise für Kinder, Jugendliche, sowie Frauen,
Männer und der Chor weitergeführt werden konnten. 1959 wurde
Bruno Kaufmann durch Superintendent Pellens als Pastor eingeführt.
Zielstrebig trieb Bruno Kaufmann
die weiteren Planungen voran. Der Kirchbauverein wurde gegründet.
Die Grundstücksverhandlungen für das Gemeindezentrum wurden im
Oktober 1959 abgeschlossen. Anlässlich der Einweihung der Marktkirche
am 6.12.1959 überreichte Senior Bruning der künftigen Tochtergemeinde
als Startgeld 100.000 DM. Zu Ehren von Martin Luther sollte die neue Kirche
seinen Namen erhalten.
Dann folgten die Ereignisse Schlag auf Schlag: Prof. Rauda entwarf und baute die Kirche. Am Reformationstag
1960 war die Grundsteinlegung. Am 1.1.1961 wurde die Gemeinde selbständig.
Noch 1961 kamen die Glocken. Am 3. Juni 1962 weihte Landessuperintendent
Schulze die Martin-Luther-Kirche ein.
Nach Einweihung der Kirche
hieß es in der Folgezeit, ein Gemeindezentrum mit zwei Pfarrhäusern
und Gemeindesaal, Gruppenräumen, Sekretariat und Kindergarten fertigzustellen
und mit Leben zu erfüllen. Dazu wurde eine 2. Pfarrstelle eingerichtet,
die im Oktober 1962 mit P. Detlev Block besetzt wurde. Der Kirchenvorstand
wurde auf sechs Mitglieder erweitert. Drei Christvespern und eine Mitternachtsmette
fanden erstmals in der nur mit Kerzen erleuchteten Kirche statt.
Im Juli 1963 weihte Landesbischof
Hanns Lilje die neue Orgel ein. Im Oktober folgte die Einweihung des Gemeindesaals
und mit ihm die erste Martin-Luther-Woche mit drei Vortragsabenden und
einer geistlichen Abendmusik in der Kirche. Im April 1965 erhielt die Gemeinde
mit Hermann Kohlhaußen einen eigenen Kantor. Im Oktober 1965 wurde
erstmals der neue Kirchenvorstand per Stimmzettel gewählt.
1972 fand der erste ökumenische Gottesdienst gemeinsam mit der Freikirchlichen Gemeinde und der neu gegründeten katholischen St. Elisabeth-Gemeinde statt; er ist inzwischen zu einer guten Tradition geworden.
Durch das starke Anwachsen der Bevölkerung besonders im Hohen Feld war 1974 die Einrichtung einer 3. Pfarrstelle notwendig geworden. 1979 konnte dort ein Jugend- und Gemeindezentrum eingeweiht werden.
Der Kindergarten, der bis dahin provisorisch im Martin-Luther-Gemeindezentrum untergebracht war, bekam 1980 ein eigenes Gebäude in der Richard-Wagner-Straße.
Wegen rückläufiger Kirchensteuereinnahmen wurde eine verstärkte Eigeninitiative der Gemeinde erforderlich. 1985 wurde daher der" Verein der Freunde und Förderer der Martin-Luther-Gemeinde" gegründet. Seine Mittel kommen besonders der Jugendarbeit und der Integration spätausgesiedelter Christen zugute. Von 1993 bis 1998 waren drei bosnische Flüchtlingsfamilien in unserem Gemeindezentrum unsere Gäste.
1998 wurde eine der drei Pfarrstellen gestrichen. Die Streichung von Pfarrstellen im Kirchenkreis führt zu einer Regionalisierung, deren Ziel die Zusammenarbeit mehrerer Gemeinden ist. Die Martin-Luther-Gemeinde bildet mit der Paul-Gerhardt-Gemeinde, der St.Aegidien-Gemeinde in Holtensen und der Martini-Gemeinde in Hilligsfeld/Rohrsen die Region 3.